Der SV Buchberg und der FC Auwiesen stehen bei dreizehn Punkten, und damit endet die Gemeinsamkeit. Buchberg hat elf Tore erzielt und vier bekommen, Auwiesen vierzehn erzielt und fünf bekommen. Der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften ist kleiner als der Unterschied zwischen ihren Spielweisen.
Buchberg verteidigt tief und rückt erst am eigenen Strafraum heraus. Das kostet Feldanteile und bringt Sicherheit: vier Gegentore in fünf Runden sind der beste Wert des Bewerbs. Auwiesen greift früh an, verliert dabei mehr Zweikämpfe im Mittelfeld und gleicht das über die Außenbahnen wieder aus.
Warum die ersten dreißig Minuten entscheiden
Beide Trainerteams kennen einander aus zwei Duellen im Frühjahr, und beide wissen: Wer sein Muster zuerst durchsetzt, bestimmt den Nachmittag. Gelingt Auwiesen ein früher Treffer, muss Buchberg herausrücken und gibt genau die Räume frei, die es sonst zustellt. Bleibt es lange torlos, spielt das für die Mannschaft, die sechs ihrer elf Tore nach der Pause erzielt hat.
„Wir haben in fünf Runden dreimal erst nach der Pause nachgelegt. Das ist kein Zufall mehr, das ist Arbeit.“
Gernot Stadlbauer, Trainer SV Buchberg
Was die Tabelle danach sagt
Der Sieger führt am Sonntagabend die Regionalliga an, der Verlierer bleibt in Schlagdistanz – und der SK Nordwald, der zeitgleich in Mühlgraben antritt, kann sich mit einem Sieg in die Rechnung schieben. Nach elf Runden endet der Grunddurchgang; sechs davon stehen aus.
Unsere Einschätzung: Buchberg hat das robustere Muster, Auwiesen die größere Zahl an Wegen zum Tor. Wer zuerst nervös wird, verliert – und das ist bei zwei Mannschaften ohne Niederlage keine kleine Frage.